Puppenhaus aus Holz

Spielzeug zwischen Tradition und Moderne

Bis ins 16. Jahrhundert geht die Tradition des Puppenhauses zurück. Erst war es Schaustück, später dann, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, entstanden die ersten Puppenhäuser als Spielzeug für Mädchen: gedacht als spielerische Vorbereitung der Mädchen auf ihre spätere Rolle als Hausfrau.
In jener Zeit, industrielle Fertigungstechniken setzten sich erst später durch, wurden die Puppenhäuser noch ausschließlich in Handarbeit aus Massivholz hergestellt. Von Handwerkern, Schreinern beispielsweise, die einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik hatten und Lust auf liebevolle Kleinstarbeit.

Das Puppenhaus aus Holz – heute

Auch heute gibt es noch Puppenhäuser aus Massivholz, die auf diese rein oder vorwiegend handwerkliche Art und Weise hergestellt werden. Oft bleibt das Massivholz naturbelassen oder wird mit biologischen Ölen oder Wachsen behandelt. Die Puppenhäuser sind wunderschön und haben ihre eigene Ästhetik. Doch auf dem gesamten Puppenhaus-Markt sind sie eher die Ausnahme und nur in speziellen Geschäften (z.B. Geschäfte, die ausschließlich Holzspielzeug führen) zu finden.

Zum einen fehlt es in der heutigen Zeit vermutlich an Menschen, die sich dieser aufwändigen Arbeit widmen wollen, und zum anderen ist Handwerk im traditionellen Sinn der Bedeutung teuer, sicherlich zu Recht, und daher leider nicht für Jedermann bezahlbar. Dementsprechend ist auch Angebot und Nachfrage eher gering. Ein Puppenhaus, das aus Holz in kompletter Handarbeit entstanden ist, ist heute eine seltene Besonderheit.
Heute entstehen die Bauteile eines standardmäßigen Puppenhauses aus Holz in der Regel industriell – zum kleineren Teil aus Massivholz, zum Beispiel aus Kiefernholz, zum großen Teil aber aus MDF (Mitteldichte Holzfaserplatten). Möbel für Puppenhäuser dieser Art bestehen gewöhnlich aus Massivholz.

Auch beim Puppenhaus aus Holz auf Schadstofffreiheit achten!

Besonders zu beachten ist, wie bei Spielzeug allgemein, dass mit dem Holz keine schädlichen Stoffe ( z.B. giftige Kleber, Lacke und Farben) ins Kinderzimmer kommen, und dass das Holz selbst ohne Mängel ist. Nur allzu leicht könnten Absplitterungen zu Verletzungen führen.

Leider sagt der Preis eines Puppenhauses nicht immer alles über die Qualität aus. Achten Sie deshalb auf die einschlägigen Gütesiegel. Kaufen Sie keinesfalls ein Holzpuppenhaus, das nicht wenigstens das CE-Zeichen (es ist europaweit verbindlich und erfüllt gesetzliche Richtlinien nach der Europanorm EN71) oder, noch besser, das GS-Zeichen von unabhängigen Instituten für „Geprüfte Sicherheit“ trägt.

Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Manches Holz oder Sperrholz für ein Puppenhaus stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Diese Produkte sind naturgemäß teurer als solche aus gewöhnlicher Forstwirtschaft. Man erkennt sie z.B. am FSC-Zeichen (Forest Stewardship Council). Wem das Thema Naturschutz und Umweltschutz besonders am Herzen liegt, dem seien Puppenhäuser mit dem genannten Siegel empfohlen.

Ein Beispiel für die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist dieses Goki Puppenhaus.

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